Arbeitszufriedenheit

Arbeitszufriedenheit ist die Bilanz, die jemand über seine Arbeit zieht. Sie vergleicht, was die Arbeit bietet, mit dem, was man von ihr erwartet. In Befragungen ist sie oft eine einzelne Frage auf einer Skala und gehört zu den am häufigsten erhobenen Größen der Arbeitsforschung.

Abgrenzung

Arbeitszufriedenheit ist nicht Sinnerleben. Zufriedenheit bewertet, wie gut die Arbeit zu den eigenen Erwartungen paßt. Sinnerleben nimmt wahr, wozu die Arbeit gut ist. Wer seine Erwartungen senkt, kann zufriedener werden, ohne mehr Sinn zu sehen. Eine sinnvolle Arbeit kann unzufrieden machen, wenn Bezahlung, Zeit oder Anerkennung nicht stimmen. Auch Vorfreude auf die Arbeit ist etwas anderes. Sie ist eine Erwartung an den kommenden Tag, keine Bilanz.

In der Arbeit

Viele Erhebungen weisen Zufriedenheit aus, in Österreich etwa der Arbeitsklima Index der AK Oberösterreich, international zahlreiche Beschäftigtenstudien. Die Werte hängen stark davon ab, wie gefragt wird, welche Teilbereiche einbezogen werden und ob Prozent oder Indexpunkte berichtet werden. Für Organisationen ist Zufriedenheit ein Hinweis auf Bedingungen wie Bezahlung, Arbeitszeit, Führung und Entwicklung. Ob Menschen in ihrer Arbeit Sinn finden, zeigt sie nicht.

Verwandte Begriffe

Sinnerleben, Sinnquellen. Zur Unterscheidung von Sicherheit, Vorfreude und Zufriedenheit siehe den Befund Sicher im Job, aber ohne Vorfreude.