Sinnquellen

Sinnquellen sind die Lebensbereiche und Haltungen, aus denen ein Mensch Sinn bezieht. Viktor Frankl hat sie in drei Wertkategorien gefaßt. Sinn entsteht durch das, was man schafft, durch das, was man erlebt, und durch die Haltung gegenüber dem, was sich nicht ändern läßt.

Empirisch

Die Psychologin Tatjana Schnell hat 26 solcher Quellen beschrieben und mit dem Fragebogen zu Lebensbedeutungen und Lebenssinn (LeBe) meßbar gemacht. Sie ordnet sie vier Dimensionen zu, Selbsttranszendenz, Selbstverwirklichung, Ordnung sowie Wir- und Wohlgefühl. Ihre Daten zeigen, daß Sinnerfüllung stärker ist, je mehr unterschiedliche Quellen ein Mensch nutzt.

In der Arbeit

Arbeit ist eine Sinnquelle unter mehreren, vor allem für das Schaffen. Wer Sinn ausschließlich aus der Arbeit bezieht, wird verletzlich, sobald sie wegfällt oder sich verändert. Organisationen profitieren deshalb nicht davon, wenn Mitarbeiter ihr ganzes Leben auf die Arbeit ausrichten, sondern davon, daß die Arbeit als eine tragfähige Quelle erlebt wird.

Verwandte Begriffe

Sinnerleben, Selbsttranszendenz.

Quellen